
Chippa So’o – gefülltes Brot aus Paraguay
Paraguayische Chipa ist ein traditionelles, käsiges Brot Gebäck, das aus Cassava/Maniok Mehl gemacht wird. Es ist natürlich glutenfrei und kann gefüllt oder ungefüllt gegessen werden.
Chipa blickt auf eine reiche Geschichte zurück, die eng mit der Kultur und Religion Paraguays verbunden ist. Man geht davon aus, dass das Brot seinen Ursprung beim Volk der Guarani hat, für das Maniok ein Grundnahrungsmittel war. Als die Spanier im 16. Jahrhundert eintrafen, führten sie Käse und Eier in der Region ein, die daraufhin in das traditionelle Rezept für Maniokbrot aufgenommen wurden. Heute wird Chipa mit der katholischen Kirche in Verbindung gebracht und oft während der Karwoche als Symbol der Gemeinschaft mit Christus gegessen.
Einige Historiker weisen darauf hin, dass der deutsche Reisende Ulrich Schmidl bereits während der Kolonialzeit über das Rezept für diese Art von stärkehaltigem Brot sprach, das vom Volk der Cario-Guarani (einem indigenen Stamm, der früher in Asunción lebte) hergestellt wurde. Schmidl war dafür zuständig, Einträge in das Logbuch des spanischen Schiffes zu machen, mit dem die von Juan de Ayolas angeführte Expedition anreiste, die später in Asunción eintreffen sollte, wodurch es zur ersten Begegnung zwischen den Spaniern und den Cario-Guarani kam.
In Schmidl’s Aufzeichnungen und in den historischen Quellen aus der Kolonialzeit wird an mehreren Stellen erwähnt, dass die Cario-Guarani Brot aus Maniok, Mais und Zuckermais zubereiteten, die mit tierischem Fett vermischt waren und als „mbujapé“ (in der Sprache der Guarani „Brot“) bekannt waren. Die Verschmelzung der Zutaten ging auf die Einführung von Rindern in Asunción im Jahr 1556 zurück; dank dieser Tiere standen schließlich neue Zutaten wie Rindfleisch, Milch, Eier, Käse und so weiter zur Verfügung.
Aus dieser Verbindung entstanden Speisen, die seit der Kolonialzeit bis heute bekannt sind und traditionell zur Paraguayischen Küche gehören.
Zutaten
Teig:
500 g Cassava/Maniok Stärke
100 g sehr feines Maismehl
Ca 500 g geriebener Hartkäse
100 g weiche Butter
1 Ei
¼ TL Salz
Milch
500 g Rinder-Hackfleisch
2 Zwiebeln, gehackt
4 Tomaten, gewürfelt
1 rote Peperoni, gewürfelt
6 Knoblauchzehen, gehackt
Salz und Pfeffer
Paprika
Kreuzkümmel
Oregano
1 Hartgekochtes Ei, gehackt
Petersilie, gehackt
Füllung:
Arbeitsschritte
Schritt 1
Schritt 2
Schritt 3
Schritt 4
Schritt 5
Notes
Hier sind mehr Rezepte aus dem Blogevent Die Kulinarische Weltreise!















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Ah, das ist interessant – im Prinzip ist das das, was ich als Frühstücksgericht gefunden habe, nur zusätzlich noch mit Füllung – mal sehen, vielleicht gebe ich dem Teig eine zweite Chance ;-).
Also der Teig ist nicht ganz so einfach, er reisst gerne auf.
LG Wilma
Lecker, da kriege ich richtig Hunger!
Ich finde es sehr spannend, dass in der paraguayischen Küche der Einfluss der indigen Bevölkerung (Guarani) deutlich mehr zu spüren ist als in vielen anderen lateinamerikanischen Ländern.
Du kennst dich aus, logisch!! Die sind wirklich sehr gut!
LG Wilma
Liebe Wilma, dein Chipa So’o wäre natürlich die perfekte Begleitung zum Aperitif. Schicke bitte mal ein Glas Caipiriha und dein Chipa So’o zu mir. Viele Grüße, Regina
Mein Mann und ich haben heute Chipas gebacken – ganz einfach als Snack für zwischendurch.
Deine Version mit herzhafter Hackfleischfüllung klingt auch sehr lecker; die würde ich gerne mal probieren.
Liebe Grüße
Britta
Ich habe gerade gestern die restlichen Chipa’s aufgebacken, sie waren im NU weg.
LG Wilma
Ui, die sehen aber gut aus und die Zubereitung ist ja wirklich nicht kompliziert. Danke, für das Rezept und die interessanten Infos dazu.
Liebe Grüße
Tina